Brustkrebs-Vorsorge

Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober empfiehlt die Deutsche Krebshilfe, sich über die Brustkrebs-Früherkennung zu informieren und daran regelmäßig teilzunehmen. Aus diesem Grund habe ich heute dieses ernste Thema für euch aufgegriffen, denn es betrifft schliesslich alle Frauen. Im Laufe ihres Lebens erkrankt fast jede achte Frau an Brustkrebs. Die Diagnose ist zwar zwangsläufig kein Todesurteil mehr dennoch ist jede zweite Frau sehr schlecht über Vorsorge und Früherkennung informiert.

brustkrebs schleife
Bei der Brustkrebs-Vorsorge gibt es einer Umfrage zufolge erschreckende Wissenslücken in Deutschland. Zu viele Frauen sind falsch oder ungenügend über Früherkennung oder Mammografie-Screening informiert. 30 Prozent der Frauen glauben, dass schon die Teilnahme am Mammografie-Screening verhindert, dass sie an Brustkrebs erkranken, heißt es im Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung und der Barmer Ersatzkasse. Der Nutzen der Untersuchung wird überschätzt, während über Risiken, wie falsche Positiv-Befunde, nur wenig bekannt ist. 
Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wird jedes Jahr bei mehr als 70.000 Frauen dieser Tumor festgestellt. In diesem Jahr rechnet das RKI mit mehr als 75.000 Neuerkrankungen. 2010 starben etwa 17.500 Frauen an der Krankheit.
Brustkrebs: Jede zweite Frau ist schlecht informiert

Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) betont, dass in 80 Prozent der Fälle Frauen erfolgreich therapiert werden können. Sehr viel hängt dabei von einer frühen Diagnose ab. Im Jahr 2011 gab es bundesweit über 100.000 Brustentfernungen. Dem aktuellen Gesundheitsmonitor zufolge haben die meisten Frauen Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, wenn es um Krebs geht. In den vergangenen Jahren hat sich das Wissen über Nutzen und Risiken des Mammografie-Screenings nicht verbessert. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg bestätigt die Ergebnisse.

Die Deutsche Krebshilfe rät:

Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe ist die Tastuntersuchung der Brust für Frauen ab 30 Jahren als alleinige Maßnahme zur Brustkrebs-Früherkennung nicht ausreichend. Da diese Untersuchung jedoch dazu beitragen kann, Ihr Körperbewusstsein sowie Ihr Gefühl für die eigene Brust zu verbessern, empfiehlt Ihnen die Deutsche Krebshilfe eine regelmäßige Abtastung. Nach allen derzeit vorliegenden Daten ist das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine sinnvolle Maßnahme zur Brustkrebs-Früherkennung und wird daher von der Deutschen Krebshilfe empfohlen. Bei Frauen mit einer erblichen Belastung für Brustkrebs kann über das Mammographie-Screening hinaus ein spezielles und engmaschigeres Früherkennungsprogramm sinnvoll sein. Dies wird an zwölf spezialisierten universitären Zentren für Frauen schon ab einem Alter von 25 Jahren angeboten.

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